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Business, Arbeit und Leben in Deutschland: für Ausländer und Migranten

Sich vor Zwangsarbeit, sexueller Sklaverei und illegaler Ausbeutung bei der Arbeitssuche in Deutschland und Europa schützen, Hilfe für Opfer von Zwangsarbeit


§ Moderne Sklaverei und Zwangsarbeit

Neben einer offiziellen Beschäftigung gibt es weltweit gut geplante Täuschungsnetzwerke, sowie Organisationen, die Menschen in Sklaverei und Ausbeutung verwickeln und sie dazu zwingen, gegen ihren Willen oder unter Bedingungen zu arbeiten, mit denen der Arbeitnehmer nicht einverstanden ist. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation sind weltweit 21 Millionen Menschen Zwangsarbeit ausgesetzt, was den Organisatoren jährlich rund 150 Milliarden Euro einbringt.

Laut der offiziellen Webseite der UNO haben in den letzten 17 Jahren, seit dem Jahr 2000, mehr als 13.000 Ukrainer, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, die Hilfe der Internationalen Organisation für Migration in Anspruch genommen, um aus der Sklaverei herauszukommen. Dies waren Personen jeden Alters mit den verschiedensten Ausbildungen. Sie wurden hauptsächlich in Russland und Polen in die Sklaverei verwickelt.

Die genauen Ausmaße des Problems der modernen Sklaverei kann niemand abschätzen, jedoch fallen sie enorm auf.

In den letzten 17 Jahren, seit dem Jahr 2000 haben mehr als 13.000 Ukrainer, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, die Hilfe der Internationalen Organisation für Migration in Anspruch genommen, um aus der Sklaverei herauszukommen (Nachrichten der UNO).

Formen der modernen Sklaverei

Nach dem UN-Sklaverei-Abkommen ist Sklaverei als „die Rechtsstellung oder Lage einer Person, an der einzelne oder alle der mit dem Eigentumsrecht verbundenen Befugnisse ausgeübt werden“ definiert, mit anderen Worten: wenn eine Person Eigentum einer anderen Person wird oder als Eigentum behandelt wird, normalerweise unter Androhung von Gewalt. In der heutigen Zeit werden folgende Formen der Sklaverei praktiziert, die mit Zwangsarbeit und Ausbeutung verbunden sind:

Zwangsarbeit eine Form der Sklaverei, wenn eine Person gezwungen ist, gegen ihren Willen zu arbeiten; Ein solcher Zwang kann in Form von Gewalt, Drohungen und Einschüchterungen geäußert werden;
Menschenhandel Menschen werden zur Arbeit oder zur sexuellen Ausbeutung sowie zum Organhandel verkauft; zum Opfer werden die Personen häufig aufgrund von illegaler Migration;
Sexuelle Sklaverei Zwangsprostitution;
Begleichung von Schulden wenn eine Person als Verpfändung für einen Kredit oder als Zahlung für einen nicht zurückgezahlten Kredit (fiktiv oder echt) zur Zwangsarbeit gezwungen wird; Da eine solche Zwangsarbeit sehr gering vergütet wird, kann sie ein Leben lang dauern.

Zwangsarbeit und Ausbeutung in Deutschland

Laut der Webseite des Global Slavery Index der der Walk Free Foundation angehört, die sich für die Abschaffung der modernen Sklaverei einsetzt, befinden sich 2 von 1000 Personen in Deutschland in irgendeiner Form von Sklaverei. Diese Zahl ist deutlich niedriger als in anderen Ländern, jedoch ist hier trotzdem eine illegale Ausbeutung vorhanden. Und laut dem Bericht der Bundeskriminalpolizeidirektion für das Jahr 2016, wurden im Jahr 2016 - 363 Fälle im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung und 12 mit Ausbeutung von Arbeitskräften untersucht. Dabei waren 95% der Opfer sexueller Ausbeutung Frauen 80% der Opfer waren Einwanderer aus anderen Ländern. Ungefähr 10% der Opfer des Menschenhandels wurden durch Modelagenturen und Stellenanzeigen in Zeitungen zur sexuellen Ausbeutung gezwungen.

Wenn Sie über die Möglichkeiten nachdenken im Ausland zu arbeiten, unter anderem auch in Deutschland, sollten Sie vorsichtig sein, um nicht Opfer von Menschenhandelsorganisationen und Zwangsarbeit zu werden.

Im Jahr 2016 wurden 363 Fälle sexueller Ausbeutung und 12 Fälle von Ausbeutung von Arbeitskräften untersucht. 80% der Opfer kamen aus anderen Ländern (aus einem Polizeibericht in Deutschland)

§ Beschäftigung im Ausland kann zu Sklaverei und zur illegalen Ausbeutung von Arbeitskräften führen

Nach Angaben der internationalen Menschenrechtsorganisation IJM Deutschland e.V. ist die Mehrheit der Menschen, die sich in Sklaverei befinden oder Zwangsarbeit leisten, durch Täuschung und Betrug in diese Situation geraten. Oft begann alles mit der Hoffnung auf einen guten Arbeitsplatz oder die Möglichkeit eine gute Ausbildung zu erhalten. Auf der Suche nach einer Verbesserung seiner Lebenssituation achtet ein Mensch nicht auf mögliche Risiken und kommt in eine aussichtslose Situation: Ein „guter Arbeitsplatz“ stellt sich als 18-Stunden-Tag unter schrecklichen Bedingungen und ohne oder mit geringer Bezahlung heraus, und eine gute Ausbildung erweist sich als Zwang zur Prostitution, Fluchtversuche werden vollständig unterdrückt.

Berichte über den Weg zur sexuellen Sklaverei und Ausbeutung von Arbeitskräften

(1) Die Zeitschrift Wachtturm berichtet im Artikel "Befreiung aus der Sklaverei: Damals und heute" über ein Mädchen, das mit der Hoffnung nach Europa kam als Friseurin zu arbeiten. Stattdessen wurde sie zehn Tage lang geschlagen und ihr wurde gedroht, ihrer Familie etwas anzutun. So wurde sie zur Prostitution gezwungen. Die Leiterin des Bordells, an das sie gekommen war, sagte, sie schulde ihr 40.000 Euro. Um diese erfundenen Schulden zu begleichen, musste das Mädchen jede Nacht zwischen 200,00 und 300,00 Euro verdienen. Sie dachte oft daran zu flüchten, hatte aber Angst, dass ihre Sklavenhalter ihrer Familie Schaden zufügen würden. Also war sie gefangen. Dies ist eine der typischen Geschichten darüber, wie die Hoffnung im Ausland zu arbeiten, eine Person zur Sklaverei oder zur Ausbeutung führen kann.

(2) Nach dem oben genannten Bericht der Kriminalpolizei, als Beispiel für die Handlungen der Kriminellen, hat in einem Fall eine Gruppe im Ausland junge Frauen aus Serbien, Bosnien und Herzegowina angeworben und ihnen ernsthafte Arbeit in Deutschland versprochen. Tatsächlich wurden sie jedoch in verschiedenen Hotels in Deutschland zur sexuellen Ausbeutung gezwungen.

(3) In einem anderen Fall transportierte eine Personalagentur in der Ukraine, die ihren Mitbürgern gute Arbeit versprochen hatte, sie durch Polen nach Deutschland. Dort wurden sie entgegen Versprechungen in schreckliche Verhältnisse gebracht und zur Arbeit gezwungen; Das Gehalt wurde entweder gar nicht bezahlt oder war extrem niedrig. Einige Arbeiter erhielten rumänische Dokumente.

§ Vorsichtsmaßnahmen bei der Suche nach Arbeit im Ausland, wie Sie sich schützen können

Um nicht Opfer von Sklavenhändlern und Zwangsarbeit zu werden, müssen Sie vorsichtig sein. Die folgenden Empfehlungen und Tipps helfen Ihnen dabei, nicht in eine aussichtslose Situation zu geraten, obwohl die Liste nicht nicht alles umfasst:

In Europa ist der Anteil der Frauen unter den wegen Menschenhandels verurteilten Kriminellen höher als der Anteil der Frauen, die wegen anderen Arten von Straftaten im Allgemeinen verurteilt wurden (Weltbericht über den Menschenhandel, 2009)

Laut dem internationalen Bericht über Menschenhandel für das Jahr 2009 werden Opfer des Menschenhandels normalerweise von kriminellen Gruppen in ihrem eigenen Land angeworben, die dann die Personen ins Ausland verkaufen. Auch in Ländern mit hohem Einkommen, in die Gastarbeiter reisen, sind am häufigsten Ausländer Kriminelle. Obwohl sowohl Männer als auch Frauen Opfer von Menschenhandel sind, machen Frauen und Mädchen fast 80% der Opfer aus.

§ Anzeichen eines Vermittlers für den Sklavenhandel und Zwangsarbeit in einem Stellenangebot für das Ausland

Achten Sie bei der Arbeitssuche im Ausland auf das Stellenangebot selbst und darauf, wie sich der Vermittler verhält, was und wie er redet. Dies hilft Organisationen von Sklaverei oder Angebote für Zwangsarbeit zu erkennen. Achten Sie auf folgende Merkmale:

§ Hilfe für Opfer von Sklaverei und Zwangsarbeit, wo Hilfe erhalten

Wenn Sie Opfer von Menschenhandel oder Zwangsarbeit geworden sind, können Sie sich an jede Polizeistation wenden, um Hilfe zu erhalten, oder den Notruf - 110 wählen. Außerdem können Sie, der Polizei über das Internet eine Anzeige schicken, indem Sie das benötigte Bundesland auswählen.

Andere Länder haben ebenfalls Beratungs- und Unterstützungszentren für Migranten und Opfer von Menschenhandel. Folgend einige Kontakte:


§ Kommentare und Fragen von Besuchern der Seite:

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