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Business, Arbeit und Leben in Deutschland: für Ausländer und Migranten

Deutsches Arbeitsrecht: Grundlegende Bestimmungen und Standards zu Arbeitszeit, Urlaub, Löhnen, Krankheit und anderen Rechten


Außerdem finden Sie auf dieser Seite Antworten auf folgende Fragen:

§ Gesetze in Deutschland, die Arbeitsverhältnisse regeln

Im Folgenden finden Sie eine Liste der grundlegenden Gesetze, die das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regeln:

§ Arbeitszeit, Dauer der Arbeitswoche

Arbeitszeit in Deutschland

Wie viele Stunden dauert ein Arbeitstag in Deutschland? Ein normaler Arbeitstag in Deutschland hat 8 Stunden, ldie unter bestimmten Umständen auf 10 Stunden verlängert werden können. Bei einem Arbeitstag von 6 bis 9 Stunden hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Mittagspause von mindestens 30 Minuten. Bei einem längeren Arbeitstag beträgt die Mindestpause 45 Minuten. Eine Pause kann in mehrere Teile aufgeteilt werden, diese müssen jedoch mindestens 15 Minuten betragen. Ein Mitarbeiter darf nicht länger als 6 Stunden ohne Pause arbeiten. Nach Arbeitsschluss muss der Arbeitnehmer mindestens 11 Stunden Freizeit haben.

Arbeitswoche in Deutschland

Wie viele Stunden dauert eine Arbeitswoche in Deutschland? In Deutschland beträgt eine Arbeitswoche in Vollzeit 40 Stunden, maximal 48 Stunden. Eine Arbeitswoche von bis zu 60 Stunden mit anschließendem Zeitausgleich ist ebenfalls zulässig.

Die Arbeitswoche beginnt am Montag und endet am Samstag, obwohl die meisten Arbeitnehmer von Montag bis Freitag arbeiten. Nacht- und Schichtarbeit sind ebenfalls erlaubt.

Nachts ist die Hauptarbeitszeit für die meisten Berufe nach dem Arbeitszeitgesetz zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr.

Im Normalfall sollten Arbeitnehmer in Deutschland den gesamten Sonntag nicht arbeiten. Dies gilt auch für gesetzliche Feiertage. Es gibt jedoch viele Ausnahmen von dieser Regel.

Überstunden sollten in Form von Freizeit wieder ausgeglichen werden. Ein Geldausgleich kann von der Firma vorgenommen werden, wenn das zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber vereinbart wurde, dies ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt.

Die Arbeitszeit in Deutschland beträgt 40, maximal 48 Stunden pro Woche. Die normale Arbeitszeit pro Tag beträgt 8 Stunden.

§ Recht auf Urlaub, Dauer des Urlaubs in Deutschland

Wie viele Tage Urlaub hat man in Deutschland?

Jeder Mitarbeiter in Deutschland hat Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. Bei einer 5-Tage-Woche beträgt der Mindesturlaub in Deutschland 20 Arbeitstage pro Jahr. Bei einer 6-tägigen Arbeitswoche beträgt der Mindesturlaub 24 Arbeitstage pro Jahr. Für berufstätige Jugendliche ist der Mindesturlaub länger, die Länge hängt vom Alter ab.

Obwohl die Mindestdauer des Jahresurlaubs in Deutschland gesetzlich festgelegt ist, wird die tatsächliche Dauer von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei der Bewerbung abgesprochen. Sie ist im Arbeitsvertrag festgelegt und kann 30 Tage oder mehr betragen, darf jedoch die gesetzlich festgelegte Mindestdauer nicht unterschreiten.

Hat ein Arbeitnehmer weniger als 6 Monate im Unternehmen gearbeitet, hat er Anspruch auf bezahlten Urlaub dessen Dauer anteilsmäßig zur geleisteten Arbeitszeit ist. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise Anspruch auf 24 Tage Urlaub hat, erhält er für jeden Monat 2 Urlaubstage. Somit hat er Anspruch auf 6 Urlaubstage bei 3 gearbeiteten Monaten.

Der bezahlte Jahresurlaub in Deutschland beträgt 20 Arbeitstage pro Jahr mit einer Arbeitswoche von 5 Tagen.

§ Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Deutschland, Vergütung bei Krankheit

Bei Eintritt von Krankheit, die es dem Arbeitnehmer nicht ermöglicht zu arbeiten, ist der Arbeitnehmer verpflichtet den Arbeitgeber so früh wie möglich darüber zu informieren. Es ist notwendig, nur die Tatsache der Arbeitsunfähigkeit und die erwartete Dauer mitzuteilen. Der Arbeitgeber hat kein Recht die Diagnose zu verlangen, dies sind persönliche Informationen.

Wenn die Krankheit länger als 3 Tage dauert, ist eine ärztliche Bescheinigung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) vorzulegen, der Arbeitgeber kann die Bescheinigung jedoch schon ab dem ersten Krankheitstag verlangen.

Angestellte Arbeitnehmer sind im Krankheitsfall abgesichert: die ersten 6 Wochen erhält der Betroffene eine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. Sollte die Arbeitsunfähigkeit länger dauern, erhält der Arbeitnehmer 70% des Gehalts von der Krankenkasse, wenn er gesetzlich krankenversichert ist.

§ Mutterschaftsurlaub, Mutterschutz

Wie viele Tage dauert der Mutterschaftsurlaub in Deutschland?

Schwangere müssen den Arbeitgeber so bald wie möglich über den errechneten voraussichtlichen Geburtstermin des Kindes informieren. Der Mutterschaftsurlaub beginnt 6 Wochen vor der Geburt bis 8 Wochen nach der Geburt des Kindes. In dieser Zeit erhält die Frau den durchschnittlichen Lohn (Mutterschaftsgeld), den sie einige Monate verdient hatte bevor sie schwanger wurde. Dieses Geld wird der Frau teilweise vom Arbeitgeber, teilweise von der Krankenkasse gezahlt.

§ Gehalt: Höhe, Auszahlung

Das Gehalt in Deutschland richtet sich nach Absprache zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber und ist im Arbeitsvertrag vereinbart. In Deutschland gibt es jedoch das Mindestlohngesetz, das die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns festlegt.

Informationen zum Durchschnittslohn in Deutschland sowie zu Steuern und Sozialabgaben von Löhnen und Gehältern finden Sie auf separaten Seiten unserer Webseite.

In einigen Branchen gelten Tarifverträge und Vereinbarungen, die höhere Mindestlöhne festlegen können.

Der Mindestlohn ist jedoch für junge Menschen ohne Ausbildung, Studenten, Praktikanten und Personen mit langer Arbeitsunterbrechung gesondert geregelt.

Löhne und Gehälter - in Deutschland gilt das Mindestlohngesetz.

§ Probezeit

Bei der Einstellung wird mit dem Mitarbeiter eine Probezeit vereinbart, diese dauert mehrere Monate, in der Regel 3 oder 6 Monate. Wenn diese Zeit nicht im Arbeitsvertrag festgelegt ist, besteht sie für den Arbeitnehmer auch nicht. In dieser Zeit beträgt die Kündigungsfrist 2 Wochen.

Während der Probezeit ist es nicht untersagt bezahlten Jahresurlaub zu nehmen, obwohl dies normalerweise nicht gemacht wird. In dieser Zeit erhält er auch normale Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

§ Kündigung

Ein Arbeitsvertrag kann von einem Arbeitnehmer oder Arbeitgeber unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfristen gekündigt werden. Eine Kündigung des Vertrages muss immer schriftlich erfolgen.

Wie oben erwähnt existiert in Deutschland ein Gesetz das Arbeitnehmer vor unrechtmäßiger Kündigung schützt. Frauen während der Schwangerschaft oder des Mutterschaftsurlaubs sowie Arbeitnehmer mit Behinderungen sind durch dieses Gesetz besonders geschützt.

Gesetzlich, tariflich oder im Arbeitsvertrag sind Fristen für eine Kündigung festgelegt. Beispielsweise erhält ein Mitarbeiter 1 oder 3 Monate vor dem Kündigungsdatum eine Kündigung.

Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen bis zum 15. oder bis zum Ende des Kalendermonats. Diese Frist verlängert sich je nach Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters im Unternehmen und kann bis zu 7 Monate betragen.

§ Diskriminierung bei der Einstellung und bei der Arbeit

Diskriminierung ist in Deutschland gesetzlich verboten, vor allem aufgrund von Geschlecht, Religion, ethnischen Faktoren, Alter und sexueller Orientierung.

§ Arbeitszeugnis

Jeder in Deutschland beschäftigte Arbeitnehmer hat das Recht bei seiner Kündigung, sowie in einigen anderen Fällen ein Empfehlungsschreiben (Arbeitszeugnis) vom Arbeitgeber zu erhalten. Wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitszeugnis nicht zustimmt, kann er dies beim Arbeitsgericht anfechten.

Das Arbeitszeugnis enthält offiziell keine Bewertung der Arbeit, jedoch verwenden die Mitarbeiter der Personalabteilung eine "geheime Sprache", um doch eine Bewertung abzugeben. Obwohl der Text gut klingt, kann dieser in der Tat eine schlechte Bewertung darstellen. Die folgende Tabelle enthält Phrasen und Ausdrücke, die eine entsprechende Bewertung der Arbeitsweise und dem Verhalten gegenüber anderen Mitarbeitern des Unternehmens, sowie eine allgemeine Beurteilung enthalten.

Tabelle 1: Noten im Arbeitszeugnis

Note Arbeitsweise Sozialverhalten Gesamtbewertung
Sehr gut (1) ..."stets ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft" Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war "jederzeit vorbildlich" Seine Leistungen fanden "stets unsere vollste Zufriedenheit"
Gut (2) ..."stets eine hohe Leistungsbereitschaft" ..."jederzeit einwandfrei" ..."stets unsere volle Zufriedenheit"
Befriedigend (3) ..."zeigte Einsatzbereitschaft" ..."einwandfrei" ..."unsere volle Zufriedenheit"
Ausreichend (4) ..."zeigte auch Einsatzbereitschaft" ..."korrekt und ohne Beanstandung" ..."unsere Zufriedenheit"
Ungenügend (5) - ..."unbelastet war" ..."in der Regel zu unserer Zufriedenheit"

DAbhängig davon, welcher Satz im Arbeitszeugnis enthalten ist, gibt er dem nächsten Arbeitgeber, der diese Empfehlung erhalten wird an, wie der Arbeitnehmer an seinem vorherigen Arbeitsplatz bewertet wurde. Es können auch andere Phrasen verwendet werden, diese können auf anderen Webseiten über Google gefunden werden: arbeitszeugnis geheimsprache


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